In diesem Land, über dem das harsche Postulat des Entweder-oder herrschte (entweder man fällt hin oder man geht aufrecht, entweder man lässt sich gehen oder man reißt sich gefälligst zusammen), gehörte Evelyn Hamann, im Zusammenspiel mit Loriot, zu den wenigen, die glaubhaft das Recht aufs Sowohl-als-auch, aufs aufrechte Stolpern und würdevolle Scheitern forderten. In der Nacht zum Montag ist sie 65-jährig nach kurzer, schwerer Krankheit in Hamburg gestorben. (Die Zeit)
da kann ich gar nichts zu schreiben. Vicco von Bülow hat es so in Worte gefasst:
“Es fällt mir schwer, Worte zu finden für meine Trauer”, sagte der 83-Jährige in der Talksendung, die heute Abend um 22.45 ausgestrahlt werden sollte. Mit der Schauspielerin habe er “eine treue Partnerin – und wir alle eine wunderbare Schauspielerin verloren, der es immer gelang, die heiklen Seiten des Lebens durch Komik zu überwinden”, so Loriot. “Liebe Evelyn, Dein Timing war immer perfekt, nur heute hast Du die Reihenfolge nicht eingehalten.” (Spiegel)