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Alles aus dem Monat Oktober, 2007

Evelyn Hamann 1942 – 2007

In diesem Land, über dem das harsche Postulat des Entweder-oder herrschte (entweder man fällt hin oder man geht aufrecht, entweder man lässt sich gehen oder man reißt sich gefälligst zusammen), gehörte Evelyn Hamann, im Zusammenspiel mit Loriot, zu den wenigen, die glaubhaft das Recht aufs Sowohl-als-auch, aufs aufrechte Stolpern und würdevolle Scheitern forderten. In der Nacht zum Montag ist sie 65-jährig nach kurzer, schwerer Krankheit in Hamburg gestorben. (Die Zeit)



da kann ich gar nichts zu schreiben. Vicco von Bülow hat es so in Worte gefasst:

“Es fällt mir schwer, Worte zu finden für meine Trauer”, sagte der 83-Jährige in der Talksendung, die heute Abend um 22.45 ausgestrahlt werden sollte. Mit der Schauspielerin habe er “eine treue Partnerin – und wir alle eine wunderbare Schauspielerin verloren, der es immer gelang, die heiklen Seiten des Lebens durch Komik zu überwinden”, so Loriot. “Liebe Evelyn, Dein Timing war immer perfekt, nur heute hast Du die Reihenfolge nicht eingehalten.” (Spiegel)

zweiundzwanziguhrvierundvierzig – da isser wieder

während sich ja hier in der bonner nachbarschaft alle über diese plötzlich so kalten temperaturen wundern kann ich ihnen eines sagen: in berlin ist es eindeutig schon lönger so kalt. und mit gewissheit kann ich sagen, dass es dort mindestens seit freitag mindestens so kalt war wie heute hier im rheinland. und obendrauf sozusagen als bonus war es sogar – ganz egal in welcher ecke man sich verkrochen hat – noch so richtig schön windig.


und alles in allem lässt sich nach drei tagen in der großstadt doch feststellen: berlin macht bei diesen temperaturen eindeutig aggresiv. und auch eine starbucks-filiale verliert übrigens nach mindestens zwei stunden auch ihren letzten reiz (den man ja schon beim betreten eigentlich vergeblich zu suchen versucht).und hier der marcopolo-insider-tipp für reisen nach berlin im oktober: vergessen sie auf keinen fall handschuhe in ihrem gepäck. handschuhe handschuhe handschuhe! und halten sie immer die nase offen, denn: sollten die gullis anfangen zu stinken, dann geben sie acht – denn dann (so erzählt es sich der berliner) fängt es an zu regnen.

ne. berlin. wirklich hübsch im herbst. um zweiundzwanziguhrdreiundfünfzig.

zwanziguhrvierunddreißig – 3 minuten

so. moment. ich setze eben noch das wasser auf.

zwanziguhrfünfunddreißig. jetzt kann ich loschreiben. sowas hier ist einfach perfekt um die wartezeit auf einen leckeren guten-abend-tee zu vertreiben. sonst hängt man da ja nur doof rum. zu kurz um irgendwas sinnvolles zu erledingen und eindeutig zu lang um vorm wasserkocher drauf zu warten, dass eben jene stromkonzern-eigene gelddruckmaschine des durchschnittshaushalts wieder vom netz geht. man sollte dazu übergehen tee kalt zu trinken. man könnte unsummen an geld sparen, oder? in der tagesschau hat man vorgeschlagen man soll doch einfach weniger verbrauchen, wenn der strom jetzt teurer geworden ist. ja klar. stimmt. das ist nämlich die lösung. strim wird teurer. herr schlauschlau macht einfach das licht aus, und zahlt im dunklen sitzend genauso viel wie vorher, nur hat ers dafür noch ungemütlicher. is n deal. gebont. ab morgen wird das so gemacht. sie machen mit oder?

zwanziguhreinundvierzig. moment. jetzt muss ich denn tee aufgießen.

zweiundzwanziguhrdreiundvierzig. tschuldigung, dass ich sie mittendrin hab warten lassen, aber ich hab den teekannendeckel nicht gefunden. und wo war er? genau – im küchenschrank. einen einkaufstipp kann ich ihnen übrigens auch noch machen. denn erstaunlicher weise gibt es seit 2003 nun die YES-Törtchen ja wieder im handel. ja genau. das ist ja auch sowas, was man eigentlich nie vermisst hat, aber wenns plötzlich wieder im supermarkt steht fällt einem auf, oh ja, das hat man ja schon ewig nicht mehr gesehen. so und mit diesem tipp werde ich sie nun alleine in raum, zeit und raumzeit lassen.

in diesem sinne ist es dann auch schon zwanziguhrachtundvierzig und zu starker tee wird eindeutig unterbewertet.

zweiundzwanziguhrzweiundzwanzig – kurz umgebaut

ja da haben sie warscheinlich kurz mal ihre vom alltag schon so geschafften augen ein bisschen gerieben. da war diese seite doch in der tat mal gerade kurz out of order um nun in einem völlig neuen licht mit einer neuen kelinen gestalterischen spielerei wieder aufzutrumpfen und mit großem tam tam

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