oh verzeihen sie. da habe ich jetzt schon die überschrift geschrieben, bin aber eigentlich noch gar nicht zum schreiben bereit. gut, werden sie sich denken, man hat doch sowieso das gefühl, dass das hier immer so läuft – da haben sie mitunter recht, gerade jetzt in diesem speziellen fall fehlt mir noch der tee. ich bin mal kurz wasser aufsetzen. moment.
so. sie müssten mir dann jetzt nur bitte in so etwa fünf minuten kurz bescheid sagen dass der tee fertig ist… man verliert das ja immer sehr schnell aus den augen, wenn man erstmal so ins schreiben geraten ist. die großen autoren gehen das ja bestimmt sowieso ganz anders an. die schlagen warscheinlich die hände über ihren autoren-köpfen zusammen wenn sie das hier sehen. “meine güte! der herr! was macht der? ich glaube der hat sie nicht alle – lässt den tee ziehen WÄHREND er weiterschreibt! welch stümperei.” und später in einem feature von frau maischberger werden zeitzeugen vor einer kunstvoll ausgeleuchteten grauen wand sitzen und sachen sagen wie “ja, also das war ja damals schon klar. ich erinner mich noch wie er damals tee gekocht hat obwohl er gerade mitten beim schreiben… also das müssen sie sich mal vorstellen – wir haben damals schon immer gesagt ‘so kann das ja nichts werden’ … und naja sie sehen ja nun was daraus geworden ist”. und dabei rollen sie dann mit den augen oder machen so eine weltmännische handbewegung.
darauf trinke ich jetzt erstmal einen schluck tee, während, wie ich gerade aktuell reinbekomme, draußen erneut die welt unter geht. wir halten sie selbstverständlich auf dem laufenden.
fünfzehnuhrfünfzig.